Passionsblume

Passionsblume: 550 unterschiedliche Arten mit vielseitiger Verwendung

 

 

Rund 550 unterschiedliche Arten umfasst die äußerst vielseitige Pflanzengattung der "Passiflora", die auch als "Passionsblume" bekannt ist. Bei den meisten Arten handelt es sich um ausdauernde Pflanzen, lediglich eine Art gilt als einjähriges Gewächs. Die meisten Passionsblumen sind Kletterpflanzen, seltener kommen dagegen aufrechte Bäume oder Sträucher vor. Charakteristika der Passiflora sind die auffälligen, schönen Blüten, die einen Durchmesser von bis zu knapp 20 Zentimetern erreichen können. Die meisten Arten sind in Süd- und Mittelamerika sowie in Teilen von Nordamerika beheimatet, dazu stammen einige wenige Arten aus Australien, Asien und Afrika.

 

 

Unterschiede bei den verschiedenen Arten der Passionsblume


Die verschiedenen Arten der Passionsblume unterscheiden sich in einigen Punkten, dazu gehört beispielsweise die Farbe der Blüte, die je nach Pflanze unter anderem grün, weiß, violett, blau oder auch schwarz sein kann. Darüber hinaus sind deutliche Unterschiede bei den Blättern – sowohl bei der Größe und Form wie auch bei der Farbe – erkennbar. Zudem variieren die Früchte, die bei einigen Arten nur wenige Gramm wiegen, bei anderen wiederum mehrere Kilogramm erreichen. Die Früchte werden im Übrigen in genießbar und ungenießbar unterteilt.

 

 

Passiflora caerulea – beliebte Zimmerpflanze


Zu den wichtigsten Arten der beliebten Pflanze gehört die Passiflora caerulea, auch als "Blaue Passionsblume" bekannt. Besagte Sorte wird am häufigsten als Zimmer- beziehungsweise Topfpflanze gehalten, gilt als pflegeleicht und kann des Weiteren auch im Freien eingepflanzt werden. Bei der Kultivierung im Topf ist darauf zu achten, dass die Erde stets feucht gehalten wird, ohne dass sich jedoch Stauwasser bildet.

 

 

Natürliches Medikament, begehrte Früchte


In der Naturheilkunde zog die Passiflora incarnata bereits vor einigen Jahrhunderten die Aufmerksamkeit auf sich, da die Blätter und Stängel der genannten Art – die im Übrigen bis zu zehn Meter hoch wird – eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem haben. Aus diesem Grund werden die Blätter entweder als Tee zubereitet oder aber zu Fertigpräparaten verarbeitet und bei nervös bedingten Unruhezuständen oder Schlafstörungen eingesetzt. Darüber hinaus werden Passionsblumen als Nutzpflanzen gehalten, sofern deren Früchte genießbar sind. Eine wirtschaftlich besonders wichtige Art ist die Passiflora edulis. Die geernteten Früchte sind als Maracuja beziehungsweise Grenadillen (Passionsfrucht) bekannt und werden nach Europa exportiert, zudem finden diese bei der Saftherstellung Verwendung.

 


Weitere Informationen zu Passiflora-Arten


Die ursprünglich aus Nordamerika stammenden Passionsblumen-Arten wie beispielsweise die erwähnte Passiflora caerulea sind frostresistent, weshalb diese – bei den entsprechenden Bedingungen – auch in Mitteleuropa im Freien überlebensfähig sind. Des Weiteren sind sämtliche Arten, die der Unterkategorie "Astrophea" angehören, keine Kletterpflanzen – wie die meisten der Passionsblumen – sondern Sträucher beziehungsweise Bäume, die bis zu einem Meter hoch werden können.