Passionsblume

Krankheiten und Schädlinge bei der Passionsblume

 

 

Die vielfältigen Arten, die zur Gattung der Passionsblumen – auch Passiflora genannt – gehören, ziehen bereits seit mehreren Jahrhunderten das Interesse auf sich. So entdeckten zum Beispiel schon die Indianer die beruhigende Wirkung der Blätter von einer besonderen Art der Passiflora, die bis heute in der Naturheilkunde von Bedeutung ist. Darüber hinaus verkaufen sich die Früchte einer anderen Art – Maracuja und Grenadillen – in Europa äußerst gut. Wieder andere Arten werden dagegen als Zimmerpflanzen gehalten. Zu Letzteren gehört etwa die Blaue Passionsblume, deren offizieller Name gemäß der biologischen Nomenklatur "Passiflora caerulea" lautet.

 

 

Schädlinge werden hauptsächlich über neue Pflanzen eingeschleppt


Als Topfpflanzen kultivierte Passionsblumen gelten als relativ pflegeleicht, sofern einige Grundregeln bei der Pflege eingehalten werden. Dazu gehören unter anderem ein ständiges Feuchthalten der Erde oder aber die Überwinterung der Pflanze in einem kühleren Raum mit reduziertem Gießen. Doch auch die Pflanzen der Gattung Passiflora sind nicht von Krankheiten oder weiteren Schädlingen ausgenommen, die aus diesem Grund im Folgenden genauer erläutert werden. Grundsätzlich ist in dieser Hinsicht darauf hinzuweisen, dass Schädlinge vor allem über neue Pflanzen die weiteren in den heimischen vier Wänden gehaltenen Pflanzen erreichen. Deshalb ist es ratsam, eine neue Pflanze zunächst nicht in die unmittelbare Umgebung von anderen Gewächsen zu stellen. Sollte die Pflanze von Schädlingen befallen sein, so lässt sich der Befall zum einen schnell bemerken, zum anderen ist der Schaden nicht allzu groß.

 

 

Passionsblume: Vom Befall durch Spinnmilben gefährdet


Zu den schlimmsten Krankheiten und Schädlingen, die bei der Passionsblume auftreten können, zählen Spinnmilben. Anzeichen für den Befall durch derartige Schädlinge sind fein gesprenkelte Blätter. Bei genauem Hinsehen sind die kleinen Tiere, welche sich bevorzug auf der Unterseite der Blätter aufhalten, auch zu sehen. Neben verschiedenen im Fachhandel erhältlichen Präparaten gegen Spinnmilben können diese auch durch eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit sowie durch mehrmaliges Abbrausen bekämpft werden, da die Tiere fürs Überleben eine niedrige Luftfeuchtigkeit benötigen.

 


Weitere potenzielle Schädlinge bei der Passiflora


Des Weiteren kommt es bei der Passionsblume immer wieder – vor allem bei zu trockener Luft – zum Befall durch Schild-, Schmier- oder Wollläuse, Symptome sind in diesem Fall braune Schilde, unter denen sich die Läuse befinden oder aber watteähnliche Gebilde sowie ein gestörtes Wachstumsverhalten der Pflanze. Die Behandlung – beispielsweise mit einem Insektizid – gestaltet sich als schwierig, weshalb dem Befall mit regelmäßigem Besprühen der Pflanzen mit Wasser vorgebeugt werden sollte.

 


Krankheiten sowie Pilzbefall – Prävention und Vorgehen


Ebenfalls präventives Vorgehen empfiehlt sich bei Krankheiten wie dem Bodenpilz, der bei zu feuchter Nässe auftritt und zu einem raschen Verwelken der Pflanze führt. Verhindert wird die Krankheit, indem darauf geachtet wird, dass beim Gießen keine Staunässe entsteht. Bei der Überwinterung kann es zudem zu Mehltau kommen, der durch zu hohe Luftfeuchtigkeit bedingt ist und durch weißlichen Belag auf den Blättern deutlich wird – hier hilft regelmäßiges Lüften. Durch den Pilz "Botrytis cineria" wird des Weiteren Grauschimmel hervorgerufen, bei dem zunächst alte Blätter durch einen grauen Belag befallen werden, die es daraufhin umgehend zu entfernen gilt. Ursache sind stehende Luft sowie hohe Luftfeuchtigkeit.