Passionsblume

Hinweise zur Pflege der Blauen Passionsblume

 

 

Die Gattung der Passionsblumen – offizieller Name "Passiflora" – umfasst weit mehr als 500 verschiedene Arten, darunter befinden sich neben einigen Nutzpflanzen (deren bekannte Früchte die Maracuja sind) auch Arten, die als Zimmerpflanze gehalten werden. In der Regel wird hauptsächlich die Passiflora caerulea, auch "Blaue Passionsblume" genannt, als Topfpflanze kultiviert, die im Unterschied zu vielen anderen Arten der Gattung bereits als junge Pflanze ihre wunderschönen Blüten zeigt. Vom frühen Sommer an bis in den Herbst bilden sich an den Trieben der Passionsblume Blüten mit einem Durchmesser zwischen sechs und zehn Zentimetern – aus deren Mitte treten fünf goldene Staubblätter sowie drei braune Narben hervor, die kranzförmig von weißen Deckblättern und blau-violetten Blütenblättern umringt werden.

 

 

Gießen im Sommer und im Winter


Die Passiflora caerulea gehört zu den am weitesten verbreiteten Passionsblumen-Arten und erfreut sich gerade als Zimmerpflanze großer Beliebtheit, da die Pflanze als pflegeleicht gilt. Die Pflanze sollte in der Wohnung an einen hellen Ort gestellt werden, der täglich über mehrere Stunden von der Sonne erreicht wird. In der Zeit, in welcher die Blüten ausgebildet werden, muss die Erde stets feucht sein, da hier von den Pflanzen relativ viel Wasser benötigt wird. Allerdings ist überschüssiges Wasser, das sich nach dem Gießen im Untersetzer des Topfes angesammelt hat, zu entfernen, denn Stauwasser führt zu Schäden an den Wurzeln. In der Hauptwachstumszeit – die bei älteren Pflanzen bereits im Mai beginnt und bis zum September andauert – zeigt die Blaue Passionsblume ständig neue Blüten, die jedoch jeweils nur einen Tag lang zu sehen sind. Während der Ruhezeit sollte das Bewässern reduziert werden, es ist darauf zu achten, dass die Erde lediglich leicht angefeuchtet ist und nicht austrocknet.

 


Richtige Temperatur in der Haupt- und Ruhezeit


Bei der Raumtemperatur ist bei der Pflege der Passiflora caerulea ebenfalls zu unterscheiden zwischen der Haupt- und Ruheperiode: In der Blütenzeit gedeiht die Pflanze bei Zimmertemperatur, im Winter sollte diese jedoch an einen kühleren Standort verlagert werden, an dem idealerweise Temperaturen um die zehn Grad Celsius herrschen. Es ist im Übrigen durchaus auch möglich, die Blume zunächst im Freien zu kultivieren – allerdings nur bis es zu den ersten Nachtfrösten kommt, spätestens dann sollte die Passionsblume zur Überwinterung in einen kühlen Raum gestellt werden, sofern sie nicht fest eingepflanzt ist. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, die Seitentriebe der Pflanze zurückzuschneiden, ehe diese ins Winterquartier eingelagert wird.

 


Weitere Hinweise zur Pflege


Wird nur eine Pflanze der Art "Passiflora caerulea" gehalten, so sind die Früchte hohl, denn die Passionsblume benötigte eine andere Pflanze für die Bestäubung. Eine Vermehrung ist im frühen Sommer über Stecklinge möglich, die unmittelbar unterhalb des Blattknotens abgeschnitten werden. Darüber hinaus benötigten sämtliche Passionsblumen Rankhilfen. Allerdings sind die gängigen, in den Fachgeschäften erhältlichen Formen schon bald zu klein für neue Triebe, stattdessen wird eher zu einer großen, aufrechten Konstruktion geraten.