Passionsblume

Hinweise zur Überwinterung der Blauen Passionsblume

 

 

Unter den mehr als 500 Arten, die zur Gattung der Passionsblume (auch Passiflora genannt) gehören, befindet sich unter anderem die Passiflora caerulea, die vorwiegend als Topfpflanze gehalten wird, während andere Arten aufgrund ihrer beliebten Früchte (Maracuja) gezüchtet werden. Wiederum andere Arten der Passiflora-Gattung werden in der Naturheilkunde wegen der beruhigenden Wirkung der Blätter auf das Nervensystem geschätzt. Aus diesen Gründen sind einige der vielfältigen Passiflora-Arten besonders bekannt, während wiederum die Bedeutung anderer Arten eher gering ist.

 

Zu den bekanntesten Arten aus der Gattung der Passiflora gehört beispielsweise die bereits angesprochene Passiflora caerulea – auch als "Blaue Passionsblume" bekannt –, da diese als Zimmer- beziehungsweise Topfpflanze gehalten werden kann. Das Blumengewächs war ursprünglich in Brasilien sowie in Argentinien beheimatet und ist berühmt für seine bis zu zehn Zentimeter großen, radiärsymmetrischen blau-violetten Blüten, welche die Pflanze während der Hauptsaison zeigt. Die Rank- und Kletterpflanze gilt als verhältnismäßig pflegeleicht, dennoch sind bei der Pflege einige Punkte zu beachten – vor allem damit diese den Winter unbeschadet übersteht.

 

 

Überwinterungsquartier: kühl, aber dennoch hell


Die Passionsblume blüht in der Zeit vom Mai bis zum September, danach beginnt die Ruheperiode, in der die Pflanze unter anderem weniger Wasser benötigt. Auch hinsichtlich der Umgebungstemperatur ist eine Veränderung vonnöten: Während das Blumengewächs in der Blütenzeit bei Raumtemperatur an einem sonnigen Platz stehen sollte, ist für die Überwinterung die Umlagerung in einen kühlen Raum bei ungefähr zehn Grad Celsius empfehlenswert. Der entsprechende Raum sollte nach Möglichkeit ebenfalls hell sein. Vor der Einlagerung im Winterquartier werden die Blüten sowie weitere abgestorbene Blätter entfernt, darüber hinaus kann die Pflanze auch etwas zurückgeschnitten werden. Wird die Passionsblume regelmäßig gedüngt, so sollte damit spätestens Anfang September aufgehört werden, andernfalls kommt die Pflanze nicht zur Ruhe. Mit dem Düngen kann im März wieder begonnen werden. Wie bereits erwähnt, muss in der Zeit der Überwinterung auch das Gießverhalten verändert werden. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Blume nicht zu stark gegossen wird, stattdessen ist lediglich der Boden leicht feucht zu halten, damit die Erde nicht austrocknet. Etwaiges Stauwasser, das sich im Untersetzer sammelt, ist auf jeden Fall zu entfernen.

 

 

Unkomplizierter Überwinterung bei Kultivierung im Freien


Die Passiflora caerulea muss nicht zwangsläufig als Zimmer- beziehungsweise Topfpflanze gehalten werden, stattdessen ist es durchaus möglich, diese im Freien einzupflanzen. Die Blaue Passionsblume gedeiht trotz ihrer südamerikanischen Abstammung auch in Mitteleuropa und ist bei bis zu minus zehn Grad Celsius gegen Frost beständig, ältere Pflanzen überleben zudem kältere Winter. Bei sehr tiefen Temperaturen ist dennoch empfehlenswert, die im Freien gepflanzte Passionsblume zusätzlich abzudecken – hierfür ist allerdings aufgrund der Schimmelgefahr eine Folie weniger geeignet (Alternativen: Vlies oder Mulch).